Schweizerische Nationalbank

  • Tourismusresort Andermatt

    Milliardenschweres Abenteuer in den Urner Bergen: In der 1‘200-Seelen-Gemeinde Andermatt lässt der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris ein Tourismusresort für zwei- bis dreitausend Gäste errichten. Armin Stalder untersucht in einer interdisziplinären Projektarbeit mit dem Titel «Tourismusresort Andermatt», welche Auswirkungen dieses Resort auf das Dorf und den Kanton Uri haben wird. Wirtschaftlich verspricht man sich einiges: Durch das Vorhaben könnten jährlich rund 300 Mio. Franken Betriebsumsatz, 20 Mio. Franken Steuereinnahmen und bis zu 3‘000 neue Arbeitsplätze entstehen. Kritische Stimmen warnen allerdings vor überhöhten Erwartungen, vor einer möglichen Entfremdung und vor dem Klumpenrisiko, das entsteht, wenn man sich in die Hände eines privaten Grossinvestors begibt. Ob sich die Andermatter Bevölkerung mit dem Tourismusresort auf die richtige Entwicklungsstrategie eingelassen hat, hängt von der Bereitschaft zur Mitgestaltung durch die Bevölkerung ab, so der Schluss des Autors.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    In seiner Arbeit geht Armin Stalder auf das Spektrum an Meinungen zum Tourismusresort Andermatt ein und unterzieht die Kennzahlen des Projektes einer kritischen Analyse. Die Auswirkungen des Resorts und die Argumente der involvierten Akteure werden dabei übersichtlich dargestellt. Hilfreich ist auch das Glossar. Damit sich der Leser eine eigene Meinung bilden kann, müssten die Quellen der diversen Zahlen allerdings noch deutlicher bezeichnet werden.

    Kategorie:Kategorie 2
    Thema:Offenes Thema
    Art der Arbeit:Interdisziplinäre Projektarbeit
    Autorenschaft:Einzelprojekt
    Schultyp:Kaufmännische Berufsfachschule
    Schule:Kaufmännische Berufsschule Schwyz
    Verantwortliche Lehrperson:Urs Kälin
  • Der Finanzausgleich

    Karin Tettamanti und Adrian Tschopp untersuchen in ihrer interdisziplinären Projektarbeit «Der Finanzausgleich», wie der Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen funktioniert. Dabei interessiert sie insbesondere, inwiefern der neue Finanzausgleich falsche Anreize setzt. Denkbar wäre beispielsweise, dass einzelne Kantone verleitet werden, ihre Ausgaben zu erhöhen, um höhere Beiträge zu erhalten. Zuerst fassen die Autoren die historische Entwicklung und die Ziele des Finanzausgleichs zusammen. Im Hauptteil widmen sie sich der genauen Ausgestaltung des 2008 eingeführten neuen Finanzausgleichs. Dabei zeigen sie für vier Kantone, wie der Ressourcenausgleich und der Lastenausgleich berechnet werden. Sie kommen zum Schluss, dass der neue Finanzausgleich dem alten überlegen ist und weniger Fehlanreize beim Investitionsverhalten der Kantone setzt.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Die beiden Autoren geben einen umfassenden Überblick über den neuen Finanzausgleich und untersuchen, inwiefern er besser abschneidet als sein Vorgänger. Sie erklären sehr detailgenau die Ausgestaltung und Funktionsweise dieses Ausgleichs zwischen Bund und den Kantonen. Der Schlussteil mit den Vor- und Nachteilen des neuen Finanzausgleichs und der Beantwortung ihrer aufgeworfenen These fällt hingegen etwas kurz aus.

    Kategorie:Kategorie 2
    Thema:Offenes Thema
    Art der Arbeit:Interdisziplinäre Projektarbeit
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Kaufmännische Berufsfachschule
    Schule:Kaufmännisches Bildungszentrum Zug
    Verantwortliche Lehrperson:Toni Camenzind
  • Image der UBS

    Belinda Hölzgen und Patricia Villiger beleuchten in ihrer interdisziplinären Projektarbeit «Image der UBS» die Rolle der Grossbank gegenüber der Öffentlichkeit während der aktuellen Finanzkrise und während des Swissair-Groundings im Jahre 2001. Die Autorinnen geben einen ausführlichen Einblick in die Hintergründe, welche zu den beiden Grossereignissen geführt haben, und thematisieren anschliessend das Kommunikations­verhalten der UBS während dieser Zeit. Sie kommen zum Schluss, dass unter anderem eine unvollständige und träge Kommunikationspolitik den Gerüchten und Spekulationen einen Nährboden gegeben hatte und so die UBS in ein schlechtes Licht rückte. Ihre Aussagen untermauern die beiden Autorinnen mittels einer Umfrage.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Die Autorinnen legen in ihrer interdisziplinären Projektarbeit eine sehr pointierte eigene Meinung zu zwei komplexen Themen dar. Aus ökonomischer Sicht wäre es spannend gewesen zu erfahren, wie sich der Imageschaden auf die einzelnen Glieder der Wertschöpfungskette der Grossbank UBS ausgewirkt hat. Zu diesem Zweck wäre es angebracht gewesen, kurz das Grobkonzept des Dienstleistungsmarketings aufzurollen und den Fall UBS im Rahmen dieses Konzepts zu diskutieren.

    Kategorie:Kategorie 2
    Thema:Offenes Thema
    Art der Arbeit:Interdisziplinäre Projektarbeit
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Berufsmaturitätsschule
    Schule:Kaufmännisches Bildungszentrum Zug
    Verantwortliche Lehrperson:Toni Camenzind