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Die Wirkung konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen
In dem auf Englisch verfassten Essay mit dem Titel «How effective were the demand side policies used by the Swiss government in 2008 and 2009 to counter the impact of the global recession?» untersucht David Lechner die Wirkung konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen wie die Erhöhung von Staatsausgaben («Konjunkturpakete») und die expansiven Geldpolitik in den Jahren 2008 und 2009 in der Schweiz. Ausgangslage für die Formulierung der Hypothese ist das in der Ökonomie verbreitete IS-LM/AS-AD Modell. Erwartet wird ein (kurzfristig) positiver Effekt beider Interventionen auf das Bruttoinlandprodukt (BIP). Dieser Effekt kann jedoch auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten nicht bestätigt werden, so der Autor.
Kategorie:Kategorie 2Thema:Offenes ThemaArt der Arbeit:EssayAutorenschaft:EinzelprojektSchultyp:GymnasiumSchule:International School of BerneVerantwortliche Lehrperson:Chris WarrenStaatliche Eingriffe in die Bauwirtschaft
Mit ordnungspolitischen Aspekten beschäftigt sich Alexandra Egg in ihrer Maturaarbeit. Im Speziellen untersucht sie, wie der Titel der Arbeit besagt, «staatliche Eingriffe in die Bauwirtschaft und ihre Auswirkungen auf eine KMU». Am Beispiel eines Bauvorhabens der Egg Bau AG (Bülach) werden vier ausgewählte rechtliche Bestimmungen einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen. Dabei werden die gesetzgeberische Absicht hinter den einzelnen Bestimmungen und die damit einhergehenden Folgekosten für das Bauunternehmen wie auch für die Verwaltung vertieft betrachtet. Zudem wird die Sichtweise von Bauunternehmern derjenigen der Baubewilligungsbehörde respektive ihrer fachlichen Vertretung gegenübergestellt. Eine persönliche Qualifizierung der Resultate schliesst die Arbeit ab.
Kommentar aus fachlicher Sicht
Die Arbeit thematisiert anhand eines exemplarischen Sachverhalts das Spannungsfeld zwischen staatlicher Regulierung und unternehmerischer Freiheit. Dabei nimmt die Autorin geschickt verschiedene (gegenläufige) Positionen ein, um die herrschenden Anreize der Akteure einander entgegenzusetzen. Zudem ist die Autorin bestrebt, das beobachtete Verhalten in einen gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen, um dadurch wohlfahrtspolitisch Stellung beziehen zu können. Was hingegen fehlt, ist eine übergeordnete theoretische Einbettung, bspw. mit Bezugnahme zur politischen Ökonomie.
Kategorie:Kategorie 2Thema:Offenes ThemaArt der Arbeit:Gymnasiale MaturaarbeitAutorenschaft:EinzelprojektSchultyp:GymnasiumSchule:Kantonsschule Zürich UnterlandVerantwortliche Lehrperson:Jakob HauserKonjunkturpolitik der Schweiz
Die Frage nach geeigneten Massnahmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise beschäftigt Roman Wigger in seiner Maturaarbeit. Diese trägt den Titel «Konjunkturpolitik der Schweiz». Als erstes bleuchtet der Autor kurz die Folgen der Finanzkrise für die Schweiz. Anschliessend geht er auf bereits getroffene Massnahmen ein und liefert Meinungsbilder von verschiedenen politischen Akteuren. Ergänzend greift der Autor einzelne Argumente auf und bewertet sie in einer persönliche Einschätzung. Abschliessend wird eine eigene Empfehlung zur Konjunkturpolitik ausgesprochen. Angereichert wird die Analyse durch Einsichten aus selbstständig geführten Interviews mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Zudem wird an ausgewählten Stellen auf Resultate des eigens für die Arbeit verfassten Fragenkatalogs verwiesen.
Kommentar aus fachlicher Sicht
Die hohe Motivation des Autoren für das von ihm behandelte Thema ist deutlich sichtbar. Besonders hervorzuheben ist die Bereitschaft, durch Eigeninitiative einen Mehrwert zu schaffen, indem der Autor aktiv auf Exponenten aus Wirtschaft und Politik zugeht und dadurch hochkarätige Interviewpartner gewinnen kann. Überzeugend ist auch der Versuch, persönliche Kommentare nicht mit den einzelnen Meinungsbildern zu vermengen sondern diese separat auszuweisen. Wünschenswert wäre eine vollständige Auswertung des Fragenkatalogs sowie eine stärkere Fokussierung und anschliessende Vertiefung einzelner Argumente.
Kategorie:Kategorie 2Thema:Offenes ThemaArt der Arbeit:Gymnasiale MaturaarbeitAutorenschaft:EinzelprojektSchultyp:GymnasiumSchule:Gymnasium ImmenseeVerantwortliche Lehrperson:Keller AlexDie UBS-Krise
Patrick Steiner und Sandro Reichlin geben in ihrer Maturaarbeit «Die UBS-Krise» einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse beim grössten Schweizer Finanzinstitut in den Krisenjahren 2007 bis 2009. Dabei richten sie das Augenmerk auf die Sparte der Investmentbank, deren riskante Tätigkeit in den USA für die grossen Verluste – sowohl finanziell als auch im Vertrauen der Kunden – verantwortlich ist. Die beiden Autoren erläutern Vision und Strategie, welche die UBS in ihrem US-Geschäft verfolgte und thematisieren dabei die Problematik der Mentalitätsunterschiede zwischen der Schweiz und den USA. Sie kommen zum Schluss, dass eine überrissene Wachstumsstrategie, die Amerikanisierung der UBS sowie die Folgen des Herdentriebs einen bedeutsamen Beitrag zur existenzbedrohenden Krise der UBS lieferten.
Kommentar aus fachlicher Sicht
Die beiden Autoren haben sich über einen längeren Zeitraum mit der komplexen Welt der Finanzen und der UBS in der Krise intensiv auseinandergesetzt. Während sie sich für die Analyse mehrheitlich auf zwei zu diesem Thema erschienene Bücher stützen, wird die Arbeit durch die verschiedenen Perspektiven der vier interviewten Experten und eine Mitarbeiterumfrage bereichert. Aus ökonomischer Sicht wäre es spannend, zusätzlich mit Hilfe eines Lehrbuchs einige der Finanzkrise zu Grunde liegenden ökonomischen Prinzipien zu erläutern, sowie die vielen technischen Begriffe in einem Glossar zu sammeln und zu erklären.
Kategorie:Kategorie 2Thema:Offenes ThemaArt der Arbeit:Gymnasiale MaturaarbeitAutorenschaft:GruppenprojektSchultyp:GymnasiumSchule:Kantonsschule Kollegium SchwyzVerantwortliche Lehrperson:Knaack Urs



Kommentar aus fachlicher Sicht
Der Zugang zur Thematik über ein theoretisches Modell ist insofern sinnvoll und spannend, als dies eindeutige Prognosen erlaubt. Richtigerweise relativiert der Autor die Modellvorhersagen, indem er bspw. auf die Rolle der rationalen Erwartungen zu sprechen kommt. Andere wichtige Aspekte, wie etwa saisonale Schwankungen im BIP, werden jedoch nicht aufgegriffen, was zu Fehlinterpretationen führen kann. Stärken zeigt die Arbeit hingegen im Umgang mit den Modellen. Hier wird die Wirkungsweise verschiedener Interventionen auf das Wirtschaftswachstum durchwegs korrekt und verständlich präsentiert.