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Banquier und Banker – Wie sich Werte verändern
Unterschiedliche Ausbildungen, Lohnsysteme und Unternehmensstrategien bringen ihren eigenen Menschentypus mit seinen spezifischen Werten hervor: anhand dieses Gedankens zeigt Alexander Baumannn in seiner Maturarbeit «Banquier und Banker – Wie sich Werte verändern» auf, welche Folgen der Kulturwandel vom Banquier zum Banker in der Finanzwelt gehabt hat. Während für den «Banquier der alten Schule» langfristige Kundenbetreuung, beständige Geldanlagen und Loyalität zum Unternehmen wichtige Werte sind, orientiert sich der neumodische «Banker» am eigenen Aufstieg und am persönlichen Gewinn, der ihm auf der Basis seiner Verkaufs- und Handelserfolge zugestanden wird. Diese Unterscheidung sei übertrieben, meinen einige der vom Autor interviewten Persönlichkeiten, doch in der grundlegenden Problematik ist man sich einig: Zu viel Vertrauen in riskante Anlagekonstrukte und zu hohe Boni und Abgangsentschädigungen fördern eine Bankerkultur, die einen massgeblichen Anteil an der Entstehung der Finanzkrise hat.
Kategorie:Kategorie 2Thema:Offenes ThemaArt der Arbeit:Gymnasiale MaturaarbeitAutorenschaft:EinzelprojektSchultyp:GymnasiumSchule:Freies Gymnasium ZürichVerantwortliche Lehrperson:Regina Umbricht Samuels

Kommentar aus fachlicher Sicht
Angesiedelt an der Schnittstelle von Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, besticht Alexander Baumanns Maturaarbeit durch die Schilderung von Effekten wie der Verdrängung intrinsischer durch extrinsische Motivation, der falschen Selektion von Mitarbeitern oder der Verschiebung von lang- zu kurzfristigen Zielen. Der grosse Interview- und Leseaufwand des Autors findet einen bereichernden Niederschlag in dieser Arbeit zu «Banquier» und «Banker», in der nur eine Frage offen bleibt: Woher kommen diese Begriffe eigentlich?