Schweizerische Nationalbank

  • Microfinance – Auswirkungen eines Kleinstkredits auf das Leben eines Kleinunternehmers

    Einen Kredit an einkommensschwache Familien in Entwicklungsländern vergeben, zu niedrigen Zinsen und ohne Sicherheiten zu verlangen? Genau diese, im herkömmlichen Kreditgeschäft undenkbare Strategie steht im Zentrum der Microfinance. Wie dies funktionieren kann, zeigt Stefanie Vögelin in ihrer Maturarbeit «Microfinance – Auswirkungen eines Kleinstkredits auf das Leben eines Kleinunternehmers» auf. Microfinance bedeutet im Wesentlichen, dass einer Gruppe von Frauen eine kleine Kapitalmenge als Starthilfe für selbständige Tätigkeiten wie Viehzucht oder Handwerk zur Verfügung gestellt wird. Dadurch werden nicht nur der Lebensstandard der Familie, sondern auch der Status, das Selbstwertgefühl und die ökonomische Handlungskompetenz der Frauen verbessert. Microfinance ist somit ein integrierter Ansatz zur Entwicklungsförderung auf der dörflichen Ebene.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Microfinance ist eine durchdachte und wirksame Strategie, welche die staatliche und private Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll ergänzen kann. Dies wird in der gut strukturierten Arbeit von Stefanie Vögelin anschaulich dargestellt. Interessant wäre gewesen, auf die Herausforderungen noch mehr Gewicht zu legen: Was geschieht, wenn Microfinance-Institute plötzlich grossen finanziellen Erfolg haben? Wie umgehen mit dem Dilemma, nicht gleichzeitig profitabel zu sein und den Ärmsten der Armen helfen zu können?

    Kategorie:Kategorie 2
    Thema:Offenes Thema
    Art der Arbeit:Gymnasiale Maturaarbeit
    Autorenschaft:Einzelprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Kantonsschule Olten
    Verantwortliche Lehrperson:Thomas Kellerhals