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Einfluss der Finanzkrise auf die mexikanische Immigration in die USA
Bereits 1994 machte Mexiko mit der «Tequila-Krise» eine hausgemachte Währungs- und Bankenkrise durch. 2008 schlitterte das Land erneut in eine Rezession: Die Finanzkrise traf die mexikanische Wirtschaft enorm, gemessen am Rückgang des BIP sogar härter als die Wirtschaft im Ursprungsland der Krise, den USA. Als Austauschschüler in der texanischen Grenzstadt El Paso konnte Lorin Fasel beobachten, wie eine Vielzahl von Menschen täglich die Grenze von Mexiko in die USA passiert, um dort Arbeit zu finden. In seiner Maturaarbeit «Wie die Finanzkrise die mexikanische Immigration in die USA beeinflusst hat» fördert er nun Erstaunliches zutage: nicht etwa mehr, sondern weniger Menschen migrieren seit Ausbruch der Krise aus Mexiko in die USA. Nach der Einschätzung des Autors ist der wichtigste Grund dafür derjenige, dass in Krisenzeiten Immigranten aus ärmeren Ländern immer die ersten sind, die eine höhere Arbeitslosenquote zu spüren bekommen: Das Leben in den USA wird somit für Mexikaner weniger attraktiv.
Kategorie:Kategorie 2Thema:Offenes ThemaArt der Arbeit:Gymnasiale MaturaarbeitAutorenschaft:EinzelprojektSchultyp:GymnasiumSchule:Kollegium St. MichaelVerantwortliche Lehrperson:Franz Brügger

Kommentar aus fachlicher Sicht
Lorin Fasel wertet in seiner gut strukturierten Arbeit die einschlägige Literatur, geeignete Statistiken und selbstgeführte Interviews aus. Die Gründe für die veränderten Migrationsströme zwischen Mexiko und den USA werden dabei einleuchtend beschrieben. Ein Bezug auf die Theorie – z.B. anhand von Modellen, welche Migration anhand von «Push-» und «Pullfaktoren» erklären – hätte sich zur Vertiefung der Sachverhalte zusätzlich angeboten.