Schweizerische Nationalbank

  • Überfischung von Gewässern als Allmendeproblem

    In ihrem Aufsatz zur Challengefrage «Konferenzen zur Sicherung der Fischbestände» untersuchen Fabian Meier, Emanuel Staubli und Dominic Neuwirth die Beschlüsse, die an solchen Konferenzen getroffen wurden. Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung in das Allmendeproblem. Vor allem aber werden die Ergebnisse diverser Konferenzen zum Schutz der Fischbestände geschildert, darunter die «World Ocean Konferenz» im Jahr 2009, eine Konferenz zum Schutz des Thunfischs im Jahr 2006 oder die UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio. Die Beschlüsse reichen von unverbindlichen Appellen bis zur Beschränkung von Fangquoten. Ob letztere eingehalten werden, ist aber umstritten. Als Lösungsansätze bringen die Autoren die Idee ins Spiel, dass internationale Gewässer von Pächterstaaten verwaltet und kontrolliert werden, die in ihrem Gebiet Fischereilizenzen herausgeben.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Die Autoren setzten sich sorgfältig mit der gewählten Fragestellung auseinander und analysieren mehrere relevante Konferenzen zur Thematik. Sie argumentieren konsistent und zeigen überzeugend auf, weshalb Beschlüsse solcher Konferenzen schwierig umzusetzen sind. Interessant wäre auch eine Analyse zur Frage gewesen, welche Massnahmen im Vergleich zu andern besonders erfolgreich oder erfolglos waren. Die Betrachtungen hätten zudem noch klarer strukturiert werden können. Doch die Arbeit überzeugt durch eigenständige Überlegungen, die zum Teil auch mit konkreten Daten unterlegt werden.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Konferenz zur Sicherung der Fischbestände
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner