Schweizerische Nationalbank

  • Kartelle als Gefangenendilemma

    Der Aufsatz von Jessica Jäggi, Gabriela Kunath, Tamara Maurer und Martina Zubler geht auf die iconomix-Challengefrage «Kartelle als Gefangenen­dilemma» ein. Die Autorinnen beschreiben verschiedene Arten von Kartellen (Gebiets-, Preis-, oder Quotenkartell). Ein bekanntes Kartell ist der Zusammen­schluss wichtiger Erdölförderstaaten in der OPEC, welche zwecks Beeinflussung des Erdölpreises ihre Förderquoten absprechen. Solche Absprachen können jedoch brüchig sein, wie die Autorinnen am Beispiel einer Absprache zwischen Geschwistern innerhalb einer Familie aufzeigen. Dies ist ein Beispiel für ein Gefangenendilemma. Ein effektives Instrument zur Bekämpfung von Kartellen ist insbesondere die Kron­zeugen­regelung. Diese verspricht eine nachsichtige Behandlung für ein Kartellmitglied, das als erstes mit den Behörden kooperiert und ein Geständnis ablegt.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Die Autorinnen erläutern gut nachvollziehbar die wichtigsten Beweggründe, Vor- und Nachteile von Kartellen. Das Gefangenendilemma wird anhand eines gelungenen Beispiels im Kontext einer Familie dargestellt. Überzeugend ausgefallen ist auch die Analyse der Wirkung der Kronzeugenregelung. Wünschenswert wäre jedoch gewesen, den Bezug zwischen dem Gefangenendilemma und der Anfälligkeit von Kartellen klarer herauszuarbeiten und an einem konkreten Beispiel aus der Praxis zu überprüfen.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Kartelle als Gefangenendilemma
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner