Schweizerische Nationalbank

  • Funktionsweise von Märkten

    Luzius Prantl, Natalie Koller und Lara Arcari vergleichen in ihrer Arbeit zum Thema «Funktionsweise von Märkten» die Auswirkungen von zwei speziellen Marktformen, die sie als Monopol- und Allmendmarkt bezeichnen. Der Allmendmarkt wird am Beispiel der Fischerei analysiert, wo mangels Ausschluss­möglichkeiten eine Überfischung droht. Dies führt nach Ansicht der Autorenschaft zu höheren Preisen, weil der Fischbestand einbricht. Als Beispiel für ein Monopol wird die gesetzliche Monopolstellung der Schweizer Post herangezogen, die allerdings mit einem Auftrag in der Grundversorgung verknüpft ist. Sowohl beim Allmendemarkt als auch beim Monopol kommt es zu einem Marktversagen. Deshalb braucht es laut Autorenteam eine ausgewogene staatliche Regulierung, um die Konsumenten vor schwankenden oder überhöhten Preisen zu schützen.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Der von der Autorengruppe ausgewählte Vergleich ist originell und grundsätzlich spannend. Der Versuch, die Allmende­problematik als Gegensatz zum Monopol zu positionieren, geht aber inhaltlich nicht ganz auf, da hier zwei unterschiedliche Gegensätze eine Rolle spielen (zahlreiche Anbieter versus Monopol und Allmendegut versus privates Gut). Positiv zu würdigen ist, dass beide Marktformen anhand konkreter Beispiele diskutiert werden. Wünschenswert wäre hingegen gewesen, diese Fälle etwas umfassender und präziser zu analysieren.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Funktionsweise von Märkten
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner
  • Vor- und Nachteile von Freihandelsabkommen

    Barbara Baumgartner, Hannah Dietiker und Tobias Meyer befassen sich in ihrer Arbeit mit Vor- und Nachteilen von Freihandelsabkommen am Beispiel eines geplanten Abkommens im Agrarbereich zwischen der Schweiz und der EU. Das Abkommen würde Handelshemmnisse, damit jedoch auch den Schutz der heimischen Landwirtschaft abbauen. Gemäss Analyse der Autoren würden die Konsumenten und Konsumentinnen dank tieferer Lebensmittelpreise zu den Gewinnern zählen, während die Bauernbetriebe mit hohen Einkommenseinbussen rechnen müssten. Da es Gewinner und Verlierer gibt, liegt es auf der Hand, dass Freihandelsabkommen umstritten sind. Doch das Autorenteam kommt zum Schluss, dass eine Abschottung insgesamt mehr wirtschaftliche Nachteile aufweist.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Das Autorenteam erörtert gut verständlich, warum es bei Freihandelsabkommen Gewinner und Verlierer geben kann. Es werden sowohl Vor- als auch Nachteile der Handelsliberalisierung erörtert und gut nachvollziehbare Schlussfolgerungen gezogen. In einzelnen Teilen wären etwas präzisere Erklärungen wünschbar gewesen – so etwa bei den in der Arbeit erwähnten Zahlen zu den Auswirkungen auf bäuerliche Einkommen oder auf Lebensmittelpreise. Positiv zu werten ist, dass für die Analyse ein konkretes Beispiel eines Abkommens herangezogen wird.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Vor- und Nachteile von Freihandelsabkommen
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner
  • Kartelle als Gefangenendilemma

    Der Aufsatz von Jessica Jäggi, Gabriela Kunath, Tamara Maurer und Martina Zubler geht auf die iconomix-Challengefrage «Kartelle als Gefangenen­dilemma» ein. Die Autorinnen beschreiben verschiedene Arten von Kartellen (Gebiets-, Preis-, oder Quotenkartell). Ein bekanntes Kartell ist der Zusammen­schluss wichtiger Erdölförderstaaten in der OPEC, welche zwecks Beeinflussung des Erdölpreises ihre Förderquoten absprechen. Solche Absprachen können jedoch brüchig sein, wie die Autorinnen am Beispiel einer Absprache zwischen Geschwistern innerhalb einer Familie aufzeigen. Dies ist ein Beispiel für ein Gefangenendilemma. Ein effektives Instrument zur Bekämpfung von Kartellen ist insbesondere die Kron­zeugen­regelung. Diese verspricht eine nachsichtige Behandlung für ein Kartellmitglied, das als erstes mit den Behörden kooperiert und ein Geständnis ablegt.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Die Autorinnen erläutern gut nachvollziehbar die wichtigsten Beweggründe, Vor- und Nachteile von Kartellen. Das Gefangenendilemma wird anhand eines gelungenen Beispiels im Kontext einer Familie dargestellt. Überzeugend ausgefallen ist auch die Analyse der Wirkung der Kronzeugenregelung. Wünschenswert wäre jedoch gewesen, den Bezug zwischen dem Gefangenendilemma und der Anfälligkeit von Kartellen klarer herauszuarbeiten und an einem konkreten Beispiel aus der Praxis zu überprüfen.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Kartelle als Gefangenendilemma
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner
  • Funktionsweise von Märkten

    Im Zentrum des Essays von Cherelle Dini, Katarina Hasnas, Giulia Lohr und Nina Schorno zum Thema «Funktionsweise von Märkten» stehen die Besonderheiten von Monopolmärkten. Die Autorinnen setzen sich insbesondere mit der gesetzlich verankerten Monopolstellung der Schweizer Post bei Briefen bis zu 50 Gramm auseinander. Dieses Privileg ist mit dem Auftrag verbunden, in der Schweiz eine flächendeckende Grundversorgung mit Postdienstleistungen zu gewährleisten. Allerdings plant der Bundesrat, den Postmarkt schrittweise zu liberalisieren. Zu den Vorteilen einer Liberalisierung des Postmarktes zählen tiefere Preise sowie allenfalls eine breitere Angebotspalette für Kunden. Nach Ansicht der Autorinnen überwiegen allerdings die Nachteile, welche einen Stellenabbau bei der Post und eine befürchtete Qualitätseinbusse bei der Grundversorgung umfassen.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Mit der Liberalisierung des Postmarktes stellen die Verfasserinnen der Arbeit ein konkretes und aktuelles Beispiel ins Zentrum ihrer Analyse. Sie geben einen guten Überblick über die geplante Liberalisierung des Postmarktes und zeigen verständlich auf, wie das gesetzliche Monopol mit einem Auftrag der Grundversorgung verbunden ist. Ausgeblendet werden jedoch alternative Möglichkeiten, die Grundversorgung zu gewährleisten. Die allgemeinen Ausführungen zu Monopolmärkten fassen deren Auswirkungen auf Preise und Mengen korrekt zusammen, hätten allerdings noch etwas konkreter und präziser ausfallen können.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Funktionsweise von Märkten
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner
  • Überfischung von Gewässern als Allmendeproblem

    In ihrem Aufsatz zur Challengefrage «Konferenzen zur Sicherung der Fischbestände» untersuchen Fabian Meier, Emanuel Staubli und Dominic Neuwirth die Beschlüsse, die an solchen Konferenzen getroffen wurden. Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung in das Allmendeproblem. Vor allem aber werden die Ergebnisse diverser Konferenzen zum Schutz der Fischbestände geschildert, darunter die «World Ocean Konferenz» im Jahr 2009, eine Konferenz zum Schutz des Thunfischs im Jahr 2006 oder die UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio. Die Beschlüsse reichen von unverbindlichen Appellen bis zur Beschränkung von Fangquoten. Ob letztere eingehalten werden, ist aber umstritten. Als Lösungsansätze bringen die Autoren die Idee ins Spiel, dass internationale Gewässer von Pächterstaaten verwaltet und kontrolliert werden, die in ihrem Gebiet Fischereilizenzen herausgeben.

    Kommentar aus fachlicher Sicht

    Die Autoren setzten sich sorgfältig mit der gewählten Fragestellung auseinander und analysieren mehrere relevante Konferenzen zur Thematik. Sie argumentieren konsistent und zeigen überzeugend auf, weshalb Beschlüsse solcher Konferenzen schwierig umzusetzen sind. Interessant wäre auch eine Analyse zur Frage gewesen, welche Massnahmen im Vergleich zu andern besonders erfolgreich oder erfolglos waren. Die Betrachtungen hätten zudem noch klarer strukturiert werden können. Doch die Arbeit überzeugt durch eigenständige Überlegungen, die zum Teil auch mit konkreten Daten unterlegt werden.

    Kategorie:Kategorie 1
    Thema:Konferenz zur Sicherung der Fischbestände
    Art der Arbeit:Essay
    Autorenschaft:Gruppenprojekt
    Schultyp:Gymnasium
    Schule:Alte Kantonsschule Aarau
    Verantwortliche Lehrperson:Carolin Steiner
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